Ferienmusik III

Blicke über nächtliche Meeresteile, weit weg von den Hügeln aber auch weit weg vom Glück. Nicht räumlich, sondern ganz generell. Und dann diese Musik: 4min rückenschauderndes Glück. Solche Songs retten mehr Menschen das Leben als staaliche Vorsorgen und Rauchverbote, glaubt mir das! (Ausserdem und ganz unromantisch: Sample von 2pacs “Life Goes On” und “Altersmild” von der CD Dabu – Fantastic)

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Ferienmusik II

Schlicht und immer wieder grossartig. Sowas höre ich nicht nur während Sommerferien, sondern am liebsten jeden Tag. An grauen Trammorgen und lauen Birkennächten. Immer.

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Ferienmusik I

Sowas hör’ ich während liebeskummernder Sommerferien unter Birken und zwischen Blaubeeren. Ich weiss nicht genau, was das Video soll. Aber der Song ist der schiere Wahnsinn. (Achja, die Sängerin “Esther Adam” findet sich auch auf unserem Album auf dem Song “Tanz Im Chreis”)

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Sie Tanzt Die Nächte Durch

Wieder so ein Song mit der entscheidenden Zeile, bei der’s mir kalt den Rücken runter läuft. In diesem Fall ist es der allerletzte Satz. Wirkt aber nur, wenn man zuvor den ganze Song durchgehört hat. Bester Song des neuen Blumentopf-Albums WIR. Riesig!

Sie Tanzt Die Nächte Durch anhören.

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Nicht An Der WM

Auf schattigen Fussballplätzen an Dorfrändern trainieren sie an freien Mittwochnachmittagen. Mit neu geschenkten Fussballschuhen, der Vater hat jetzt endlich frei, kämpfen sie um Bälle am Samstag Morgen. Auf Spielwiesen nahe beim Bach, die Mücken verhindern gute Spielzüge mehr als die Flugbahn des neuen Balls. An Grümpelturnieren schwitzen sie in der Julisonne, was die Dorfeltern des Nachts reinsaufen. Mit selbst gemalten T-Shirts. Talente, die keine sein wollen. Talente, die lieber bisschen Velo fahren würden. Aber sie müssen die Talentlosigkeit der Eltern ausbaden. Und ihre eigenen Motivationsschwierigkeiten. Sie alle schaffen es nicht an die WM. Sie alle wollen auch gar nicht. Und für sie haben Gimma und ich den Song “Mini Schuld” geschrieben. Den könnte man jetzt kaufen, hier auf iTunes, dankeschön!

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Message To Jack Johnson (Congrats Dude!)

Dabu singt für den Jack!

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Charts Dank Uns

Unser irgendwie musikalischer Ziehson Jack Johnson hat eben sein neues Album veröffentlicht. Der Herr war zwar weltweit bekannt aber nicht so geschätzt. Er hat in jeder Hotelloby und an jeder Strandbar aus den Boxen geträllert, berieselt und genervt. Mit der sanft solarbetriebenen Gitarre und der sonnengebräunten Säuselstimme. Er hat die Kohlensäure aus dem kühlen Strandbier berieselt und das bilderbuchene Abendrot weggenervt. Kein Sonnenuntergang, kein frischgefischter Fisch, keine mit Sand gefüllte Taucherbrille ohne Jack. Nur genervt hat er.

Das hat sich aber ab Sommer 2008 geändert, weil man mit Dabu Fantastic im Chorgesang gut getarnt den Mongo besingen konnte. Auf Openairs und in Kellerclubs in den allgemeinen Gröllgesang einstimmen und endlich sagen, was man denkt. Und nun, wo man das endlich gedurft hatte, hatte sich die Welt verändert. Erst recht nach diesem Video, das dann noch kam. Überall, wo man den Jack nun sieht oder hört, denkt man an unsere drei Akkorde und den lustigen Reim mit dem Mongo. Deshalb ist der Jack ja nun eigentlich wieder cool. Und drum wäre es mit unser Erfolg, wenn der Amerikaner morgen die Spitze der Schweizer Charts entern würde mit seinem Werk, das ich mir im Übrigen noch nicht angehört habe, aber auf dem (ich wette einen Zehner) wieder schönschrummelnde Gitarrenakkorde mit der Säuselstimme endmassenkonforme Liebe machen. Wird er den Thron erobern oder nicht? So oder so, wir sind mit Schuld dran.

Video: Dabu Fantastic – Jack Johnson

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WIR Fahrn’ Dahin

Live Im Anker

Die Tequila Boys , die Kapelle rund um den Berner Rapper Baze, bringt am 4. Juni das Album “Live Im Anker” auf den Markt. Eine neue Umsetzung des legendären Albums der Band Rumpelstilz. Ich bin äusserst gespannt auf die neue Version. Denn das Originalalbum gehört zu den wichtigsten Produktionen meines Lebens. Ohnescheissjetzt. Das Album erschien 1989. Mein Vater für mich die CD (damals waren CD’s ganz generell der neue Scheiss) aus der Bibliothek nach Hause gebracht und auf Tape kopiert. Und dieses Tape habe ich auswendig gelernt. Himmelundhölle, das war die Wende. Mein altes 90min-Tape mit David Hasslhof (Looking For Freedom) auf der einen und Kylie Minouge (I Should Be So Lucky) auf der andern Seite flog wörtlich aus dem Fenster. Das war der neue Scheiss. Darauf folgte alles andere. All der Mundartrock, die Ochsners und Wests und Hasen und Baze folgten für mich darauf. Das war echte Schweizer Musik. Und das mitten in den 80erJahren. Satte Bässe, Gitarren mit Funk und dieses Piano von Hanery, das nur er so kann. Deshalb habe ich diese Platte geliebt. Dass dieses Tape heute aber eiert und komplett kaputtgehört ist und ich froh bin, auch die CD und das Vinyl (damit gebe ich gerne an) zu besitzen, hat einen anderen Grund: Die Geschichten von Polo. Und sein dreckiger, ehrlicher Gesang inklusive dem kleinen Schwatz am Schluss der CD.

Das überraschendste überhaupt an dieser Produktion ist, dass ich sie heute wie damals durchfeiern kann. Dass sie mir nie langweilig wurde und dass Rumpelstilz ganz allgemein, immer noch zu meinen Top-Bands zählt. Deshalb: Wer’s noch nicht hat: holen. Plus das Coveralbum der Tequila Boys. Nur so um zu vergleichen. Und weil Baze so gut in diese Reihe passt. Freu mich drauf.

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CD’s kaufen

Wie früher halt. In den Laden gehen. Geld mitnehmen. Besonders schön, wenn das eine CD von Freunden ist, auf die man sich trotzdem wie ein Fan freut, weil die letzte unglaublich war. Velo nehmen, vor dem Gewitter schnell noch in die Stadt fahren, neue Breitbild-CD kaufen. Jetzt. Los.

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